33. Eidgenössisches Musikfest in St. Gallen, 25. Juni 2011
   

Am grössten Blasmusikfest der Welt, mit 522 angemeldeten Vereinen, stand die MG Habstetten am Samstag, 25. Juni 2011 im Einsatz und zeigte eine tolle Leistung.

 

Um 7.00 Uhr startete das Abendteuer "St. Gallen" bei der Linde in Habstetten. Mit dem Car ging es richtung Ostschweiz, wo zuerst die Unterkunft in Balgach bezogen wurde. Während einige die lange Carfahrt noch für einen letzten Schlaf brauchten, zeigten sich andere bereits in Festlaune. Hinten im Car wurde das Leintuch "Mir gäbe üses Beste" aufgehängt. Am Mittag konnte die MG Habstetten in St. Gallen einchecken.

Eine 5x5-Meter grosse Box diente in der Olma-Halle als Instrumentendepot. Nach dem Mittag ging es mit dem Einspielen los. Die Nervosität lag nun spürbar in der Luft... Nach einer intensiven Probearbeit war es nun also Zeit zu zeigen, was man konnte! Mit einem letzten "Mambo-Schrei" motivierte sich die MGH und los gings.
Es ist still, niemand rührt sich. Bis Matthias Leuthold um genau 14.40 Uhr das Zeichen gibt und die MGH ein letztes Mal ihr Aufgabenstück, der Magnetberg von Mario Bürki, anstimmt. Das Gefühl, am Eidgenössischen Musikfest vor einem Publikum im Wettspiellokal zu spielen, ist wunderschön. Die MGHler geniessen jede Sekunde und geben ihr bestes. Der frenetische Applaus nach dem Magnetberg gibt Aufschwung und verleiht der MGH Selbstvertrauen, auch das Selbstwahlstück sauber vorzutragen.
Auch in 80 Tagen um die Welt von Otto M. Schwarz gelingt der MGH nach Wunsch. Mit Freudentränen in den Augen verlässt die MGH die Bühne und wartet im Zuschauerraum der Kirche gespannt auf die Verkündung der Noten. Beide Stücke wurden von je drei Juroren bewertet. Kaum spricht die Moderatorin die erste der insgesamt sechs zu verkündenden Bewertungen aus, bricht der Bann bei den MGHlern und Jubelschreie ertönen. Insgesamt erhält die MGH eine Bewertung von 92 Punkten Aufgabestück und 90.67 Punkte im Selbstwahlstück.
Glücklich über die gelungene Leistung hören die MGHler die nachfolgenden Konzertvorträge, bevor sie sich bereits erneut wieder konzentrieren müssen. Um 18.18 Uhr steht die Marschmusik auf dem Programm. Ein letztes Mal ausrichten, dann geht es los: Viele Leute stehen am Strassenrand und beklatschen die Gelb-Schwarzen. Ein Auftritt, der Spass macht! Mit 80.XX Punkten erläuft sich die MGH das Prädikat gut bis sehr gut und klassiert sich auf dem 26. von 72 Rängen.  
Direkt nach der Marschmusik ist die MGH zum obligaten Fototermin angetreten. Bevor es dann zur Rangverkündigung ging, wurde die Box wieder geräumt und die Instrumente im Car verladen. Bei der Rangverkündigung liefen zuerst alle Fähndriche in die Arena ein. Der eindrückliche Anblick wurde durch die Nationalhymne noch verschönert. Gespannt wartete man nun auf die Verkündigung des Zwischenklassements.
Die Freude war unglaublich, ja sogar unbeschreiblich, als die MG Habstetten als führender Verein im Zwischenklassement ausgerufen wurde. Was danach folgte, wird allen MGHlern auf immer und ewig in Erinnerung bleiben. Man lag sich in den Armen und vergoss Freudentränen. Am Ende des Festes liegt die MGH auf dem stolzen vierten Rang, drei Musiken haben sich nach der Zwischenrangliste noch vorgeschoben.
Nach dem Nachtessen war in St. Gallen noch lange nicht Schluss. Bis spät in die Nacht hinein - für einige bis in den Morgen hinein - wurde gefeiert. Den Sonntag verbrachten die MGHler individuell am Fest in St. Gallen, bevor es um 15.45 Uhr zurück nach Habstetten ging, wo das Fest mit einem feierlichen Empfang offiziell beendet wurde. Die MGH ist stolz, mit ihrem neuen Dirigenten Matthias Leuthold eine solche Leistung erbracht zu haben!